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100 Tage Schwarz/Gelb - Eine Zumutung

Bundespolitik

Seit wenig mehr als 100 Tagen regiert die selbstbetitelte Wunschkoalition dieses Land.

Die Bilanz ist katastrophal. Mit voller Wucht hat sich der pure Klientelcharakter der FDP im Zuge von Steuer- und Gesundheitspolitik offenbart. Der Mantel der Mittelstandspartei, den sich die FDP vor der Wahl angelegt hat, ist zu Staub zerfallen. Nur noch die Verantwortungslosigkeit bildet eine gewisse Kontinuität bei den Liberalen.

Die CSU hingegen hat daheim genug Probleme mit BayernLB und Spendenproblematik aus der Zeit, in der Bayern und CSU angeblich ein Wort waren. Mit aller Macht kämpft sie nun dagegen an, dass nicht die ganze Geschichte mit voller Wucht ans Tageslicht kommt. In kleinen Portionen werden die Ungeheuerlichkeiten nach möglichkeit an die bereits ausgeschiedenen CSU Politiker verteilt.

Und die CDU? In ihrem Selbstverständnis "letzte große Volkspartei", merkt sie nun allmählich, dass man zuvor nur geschäftsführend im Amt war, ein Konzept aber eigentlich nie existiert hat. Nahezu alle wichtigen Ministerien waren an die SPD vergeben. Nur mit Innen- und Familienministerium durfte man sich damals selbst blamieren. Dafür hat man aber nun die Joungstern Guttenberg und Köhler. Die sind zwar vom Innenleben her nicht besser als das was man sonst so im Angebot hat, verkaufen sich aber dank des jugendlichen Anstrichs deutlich besser.

Und über allem, weit entfernt, thront Bundeskanzlerin Merkel, die zu all dem lieber schweigt, still und heimlich an die Große Koalition zurück denkend: Früher war doch alles besser - nicht dass wir uns danach sehnen...